Overview
Bernhard Doms Buch zu lesen tut gut. Als Infonnatiker ist man bei der Lektüre für einen Moment versucht, in so etwas wie eine klamm- heimliche Schadenfreude zu verfallen: Wir haben schon immer ge- wu t, da die Praktiker der Datenverarbeitung zu kurz gedacht ha- ben und irgendwann die Quittung präsentiert bekommen. Die Scha- denfreude weicht aber ganz schnell einem Gefühl der Beklemmung darüber, da auch wir die heute erkennbaren Probleme nicht vor- hergesehen - und damit mitverschuldet - haben. Was sind die Probleme? Bernhard Dom benennt sie schon mit den ersten Sätzen: Die wiederholte und nun endgültig allgemeine Ver- unsicherung darüber, ob die bisherige Entwicklung der praktischen Datenverarbeitung einen richtigen Weg gegangen ist, ob die Auf- wendungen für diese Entwicklung gerechtfertigt waren und darüber, ob der erreichte Stand ennöglicht, den Anforderungen in der Zu- kunft gerecht zu werden. Die hier vorgelegte Analyse birgt eine Überraschung in sich. Für mich zum ersten mal ist hier aus so berufenem Munde das Einge- ständnis zu hören, da uns aus der Vergangenheit nicht nur ein Erbe, sondern auch eine Altlast zuwächst. Eine Altlast, die entstanden ist, obwohl die technischen Innovationen der vergangenen drei Deka- den neue Computersysteme in einem berauschenden Tempo verfüg- bar gemacht und zum Einsatz gebracht haben. Es sind Altlasten, die im wesentlichen durch die Langlebigkeit der auf diesen Computern installierten Programme und durch die durch sie geschaffenen Ab- hängigkeiten bedingt sind.
- | Author: Bernhard Dorn
- | Publisher: Gabler Verlag
- | Publication Date: Apr 03, 2012
- | Number of Pages: 295 pages
- | Binding: Paperback or Softback
- | ISBN-10: 3322899829
- | ISBN-13: 9783322899828